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Motoryacht Nautic

Ältere Motoryachten faszinieren mich. Nach dem gelungenen Bau der CARINA welche durch ihre beachtliche Grösse immer einen Augenschein bei Schaufahren auf sich werfen soll, liebäugelte ich bereits in der letzten Bauphase im Anschluss eine vergrösserte Nautic zu bauen. Die Gesamtlänge soll 1388mm betragen und etwa dem Massstab 1:7 entsprechen.

Die Nautic, ebenfalls eine Motoryacht von Graupner aus den früheren 70er hat gegenüber der CARINA einen noch etwas schnittigeren Rumpf und somit eine bessere Verdrängung.

Da ich Besitzer einer solchen Graupner Nautic bin, kann ich die Masse direkt vom Modell entnehmen um Pläne und Fräsprogramme zuerstellen. 

Für den Bau der Nautic wird weitgehend die CNC-Portalfräsmasschine eingesetzt. Anderes jedoch als bei CARINA wurde der Rumpf in 3D-Frästechik realisiert, also ohne Spanten, Beplankungen usw.  Das fertige Rumpf-Urmodell wurde anschliessend abgeformt.
Angetrieben wird die Nautic von einem Scorpion-Brushless HK-5025-440KV mit Hobbywing Regler 180A.
Der Motor wird Wasser- und Luftgekühlt. Der Wassereinlass erfolgt am Steuerruder, der Wasserauslass über zwei Auspuffrohre
 
Dazu habe ich eine bildreiche Galerie erstellt....


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Der Aufbau

Das Urmodell habe ich mit der free Software Delftship konstruiert. Die Masse wurden so gut wie möglich von der Graupner Nautic entnommen
Aus Styrodur (XPS) Platten wurde das Urmodell 3D gefräst. Bedingt durch den Durchlass der Portalfräsmaschine musste dies mit zwei Segmenten erfolgen. Die beiden Segmente wurden im Anschluss miteinander verklebt.
Der Styrodurrumpf wollte ich auf Grund der detaillierten Konturen nicht laminieren. Ich habe ihn 2 mal mit Epoxidharz gestrichen, der zweite Anstrich wurde leicht eingedickt und anschliessend geschliffen. Die Oberfläche wurde dadurch nur minmal druckfester dafür aber wesentlich abriebfester. Nach dem Aufbringen eines 1K-Spritzfüller wurde der Rumpf mehrmals gespachtelt und geschliffen.
Der Rumpf wurde anschliessend mit 2K Farbe lackiert.  Nächster Schritt war die Abformung. Da der Rumpf minimale Hinterschneidungen im Bugbereich hat, wurde die Form zweiteilig aufgebaut.  
DasTrennbrett wurde verwindungssteif aufgebaut und montiert. Anschliessend die erste Rumpfhälfte gereinigt und gwachst.
Nachdem Trocknen der Trennmittel habe ich das Formenharz (P) reichlich angebracht und anschliessend Glasfaserschnitzel eingestreut. Nach ca.1.5 Stunden angelieren wurde die Kupplungsschicht aufgetragen und wieder ca.1.5 Stunden angeliert. Der nachfolgende Laminataufbau besteht aus einer Lage Glasgewebe Köper 163g, 3 Lagen Rovinggewebe 580g und wieder eine Lage Glasgewebe Köper 163g. Die Laminatstärke sollte somit ausreichend sein.
Damit die Form einfach geöffnet werden konnte, wurden mehrere Einschlagmutter M5 mit einlaminiert welche dann zumgleichmässigen Öffnen der Form diente.
Die zweite Hälfte wurde analog der ersten laminiert. Nachdem Öffnen der Form kaum Freude auf - Eine gut gelungene Form war das Ergebnis! Die Formhälften wurden gut gereinigt und mit Hilfsrahmen versehen. Abschliessend wurde sie für die Rumpfherstellung vorbereitet.
Der erste Rumpf wurde in der Form mit 1 Lage 163g und 4 Lagen 280g  laminiert. Das Ergebnis war brauchbar.
Ein wenig Luft hatte sich an der Kante eingeschlichen, diese wurde mit einem Epoxyd-Füllstoffgemisch ausgepachtelt. Ansonsten war der (erste) Rumpf gut gelungen. 
Derzeit arbeite ich am Aufbau und an ersten Details....